Unfruchtbarkeitsbehandlung
Behandlungsmöglichkeiten
bei der Frau
Die Wahl der Behandlungsmethode
wird vom Unfruchtbarkeitsgrund und ihren eigenen Vorzügen
bedingt.
Falls die Unfruchtbarkeit durch Endokrinfaktore entstand, ist die
Ovulationsinduktion mit Clomiphene Citrate oder Gonadotropinen die
häufigste Methode.
Als Behandlung der Tubenfaktore
werden chirurgische Eingriffe oder In-Vitro-Fertilisation empfohlen.
Die richtige Art der Behandlung können Sie nach den Beratungen
mit Ihrem Arzt finden. Im Fall Sie uterine Störungen wie z.B.
Fibroiden, Polype, Adhesionen u.a. haben, bei denen chirurgische
Eingriffe nicht geholfen haben, können Sie die
Möglichkeit der IVF mit Leihmutterschaft betrachten.
Im Fall bei Ihnen Endometriose
gefunden wurde, kann der Arzt eine für Sie geeignete
Therapieform wählen, die der Lage und Ausdehnung der
Endometriose und Ihrem Alter gerecht werden muß. Die
Behandlung erfolgt durch Gabe von Medikaments, chirurgische Eingriffe
oder eine Kombination der beiden Vorgehensweisen (die Einnahme der
Medikaments muß aber nach den Vorschriften des Arztes genau
und regelmäßig beibehalten werden das gerade bei
hormonabhängigen Erkrankungen eine
verläßliche Einhaltung der Verschreibung
für den Heilungsvorgang notwendig ist). Das ganze
Behandlungskomplex kann 30 bis 40 Prozent der Frauen im Alter unter 35
nach drei Jahren helfen, ein Kind zur Welt zu bringen. Für die
Frauen die älter als 35 sind, denen chirurgische Eingriffe und
Behandlung mit Befruchtungsmedikaments nicht helfen, können
IVF Behandlung versuchen.
Intrauterine Insemination (INS)
Prozedur könnte man Ihnen bei imunologischen
Faktoren (immunologisch
bedingte Sterilität (Spermatozoen-Antikörper)) empfehlen. Im Fall der immunologisch
bedingten Sterilität wird gewöhlich immunosuppressive
Therapie empfohlen.
Für fünf Prozent
der Frauen wurde keinen Diagnos gegeben, man bezeichnet den Fall als
‘unerklärte
Sterilität’. Behandlung dieser
‘unerklärten Sterilität’ durch
hormonelle Stimulation und nachfolgende Insemination mit den
Partnerspermien erwies sich für viele Paare als effektiv.
Manchmal sind
mehrere Unfruchtbarkeitsfaktoren vorhanden, in dieser Situation
möge man einen komplexen Zugang brauchen. Im Fall die
‚traditionelle Therapie‘ keinen Erfolg hat, bleibt
IVF als einzelner wirksamer Ausgang.
Behandlungsmöglichkeiten
für Männer
Hormonenstörungen bei Männern
sind nicht oft vorhanden, trotzdem erwies sich die Behandlung mit PH,
FSH und LH als wirksam für Erhöhung der
Spermqualität und der Spermproduktion. Niedriger Pegel dieser
Hormonen im Organismus zeugt davon, dass es wenig Spermien gibt.
Operative Eingriffe
sind der einzige Weg für die Behandlung der Hodenstörungen
(Drehungen). Diese Behandlungsmethode beinhaltet Entdrehung von
Blutgefäßen, Verlegen der Hodens in ihre
natürliche Position und Verankerung der Hoden an die Basis im
Hodensack durch Annähung. Ohne dieser Behandlung existiert
immer die Gefahr, dass der Hoden werden immer wieder
beschädigt.
Unfruchtberkeit
wegen der Spermatozoen-Antikörper
könnte man folgenderweise heilen: Behandlung von Medikemets
oder assistierte reproduktive Technologien (ART).
·
Die Prednisolone-Behandlung verringert die Zahl
der Spermatozoen-Antikörper im Organismus. Forschungsergebisse
weisen darauf an, dass dank der Prednisolone-Behandlung die
Konzentration der Spermatozoen-Antikörper verringert werden
kann und die Chancen der natürlichen Befruchtung und
Schwangerschaft erhöhen.
·
Assistierte
Reproduktionstechnik (ART) ICSI (Intracytoplasmatische
Spermatozoeninjektion = Mikroinjektion) ist eine der
häufigsten Methoden, die für die Behandlung der
Spermatozoen-Antikörper angewandt wird, andere Indikationen
dafür sind hochgradige männliche
Subfertilität oder Infertilität (OAT III,
Kryptozoospermie), ausbleibende Fertilisation bei IVF (Zona-Defekt,
etc.), Verschlußazoospermie (CBAVD),
testikuläre Azoospermie
(Hodenatrophie, „sertoli-cell-only“ Syndrom etc.).
In dieser Methode wird ein einzelnes Spermium mit Hilfe einer
Mikrokapillare direkt in die Eizelle injiziert. Nachfolgend wird
hierdurch die Befruchtung und Kernverschmelzung ermöglicht.
Damit kann eine Schwangerschaft selbst dann erzielt werden. Erfolgsrate
der Kombination von ICSI und IVF beträgt ca. 20 bis 35 Prozent
für jedes Versuch.
Trotzdem wird die Behandlung
von Varicocele nicht in allen
Fällen empfohlen, denn es gibt viele wissenschaftliche
Publikationen, die über verschidene Ergebnisse dieser
Behandlung zeugen. Tatsächlich bestehen einige Fachleute
darauf, dass es keine feste Beweise dafür gibt, dass die
chirurgische Liquidation von Blutstau die Chancen der
natürlichen Befruchtung erhöht. Die anderen glauben,
dass die Samenqualität steigt und die Schwangerschaft
schneller kommen kann. Diese Behandlungsart müssen Sie mit
Ihrem Artzt besprechen.
Falls die Behandlung Ihnen empfohlen
wurde, gibt es zwei Variante:
·
Chirurgischer Eingriff für Beseitigung
der Varicocele
(Blutstau), trotzdem ist für diese Methode Vollnarkose und nachfolgende zwei
Tage der Hospitalisation erforderlich.
·
Sog. Embolisation
ist eine einfachere Prozedur und für sie ist keine
Betäubung erforderlich. Dabei wird eine dünne Nadel
bzw. ‚Katheter‘ in die Vene der Hoden
eingeführt und dann durch das ganze System der Blutader in die
linke Vene eingeführt, danach
injeziert man in die Vene eine kleine Portion der klebrigen Masse, die
dann den Blutstrom blokiert und die Formierung von Varicocele
verhindert.
Azoospermie (kein Vorhandensein von Samenzellen im Ejakulat)
kann
·
von
dem Verschluss der ableitenden Samenwege verursacht sein (in seltenen Fällen fehlt der Samenleiter
von Geburt an). In diesem Fall wird als passende
Behandlungsmethode chirurgische Beseitigung
des Hindernis oder Gewinnung der Spermien aus
den Hoden oder Nebenhoden und ihre weitere Nutzung in ART
empfohlen.
·
Spermproduktionsstörungen
in den Hoden
Im Fall die Azoospermie von der niedrigen Spermproduktion in
Samenleiter verursacht ist, ist die Behandlung erschwert. In den Hoden
einiger dieser Männer kann man noch kleine Gebiete finden, die
Spermien produzieren, obwohl keine Spermien im Ejakulat gefunden sind.
Man glaubt, dass bei diesen Männern wenig Samen produziert
wird und grade beim Transportieren in die Hoden das Sperma total
verloren wird.
Hodenbiopsie
Bei der Hodenbiopsie
werden chirurgisch ambulant einige kleine Teile der Hodengewebe aus den
Hoden genommen und untersucht ob sie Spermien beinhalten, die
für Befruchtung benutzt werden könnten.
TESA = testicular
sperm extraction
Die TESA-Prozedur besteht
aus der Hodennadelbiopsie, bei der kleine Teile der Hodengewebe aus den
Hoden entnommen und untersucht werden, ob man daraus
für IVF oder ICSI benutzbare Spermien
isolieren könnte.
PESA = percutaneous
epididymal sperm aspiration
Bei der PESA-Prozedur
wird eine Nadel in die Nebenhoden eingeführt, um eine
Spermientashen zu finden und sie zu entnehmen.
ART werden heutzutage oft eingesetzt, um
männliche Unfruchtbarkeit zu behandeln. IVF kann bei der
männlichen Unfruchtbarkeit nicht helfen (der Mann bleibt
unfruchtbar), aber es schafft die Möglichkeit für ein
unfruchtbares Paar, die Schwangerschaft zu erreichen, die sie sich als
Endergebnis wünschen. Mit Hilfe einer Nadel oder der offenen Hodenbiopsie wird in etwa der
Hälfte der Fälle von männlicher
Unfruchtbarkeit eine ausreichende Zahl von Spermien für die
nachfolgende ICSI-Behandlung aus dem Hodengewebe isoliert.
In anderen Fällen
der hochgradigen Störung der Samenzellbildung, dem sog.
sertoli-cell-only Syndrom, oder dem Hodenhochstand
ist die Chance, Spermien zu finden, sehr niedrig – ca. 10
Prozent. In solchen Fällen das Paar muß entscheiden,
ob man das Spendersamen gebrauchen könnte.
Viele Paare beschließen ohne
ICSI/IVF-Prozedur sofort das Spendersamen zu benutzen. Andere wollen
alle ihre Chancen benutzen,
um das eigene Kind zu haben, und werden fortsetzen.